
Meine Arbeiten gehen von Materialien und Techniken aus. Ich suche nach neuen Verfahren, die so noch nicht eingesetzt wurden, und verfolge jedes einzelne, um herauszufinden, welchen Ausdruck es möglich macht. Ein grosser Teil meiner Praxis liegt im Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Chaos, im Erkennen des Moments, in dem man eine Absicht loslassen und stattdessen dem folgen sollte, was das Material vorschlägt. Immer wieder kehre ich zur Mischung aus klarer und chaotischer Ästhetik zurück. Sie zeigt, dass das Chaos optional war, aber gewollt. Ich lasse mich vom Prozess gerne faszinieren und dann dazu bringen, über meine Gedanken nachzudenken, oft über philosophische.
Zurzeit studiere ich einen Master in Fine Arts mit dem Schwerpunkt Art:ificial Studies an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), einem neuen Schwerpunkt, der sich mit den kulturellen Auswirkungen der heutigen technologischen Entwicklungen befasst. Ich bin erst vor Kurzem in die Kunstwelt eingetreten — davor habe ich an der ETH Zürich Ingenieurwissenschaften studiert. Diese Neuorientierung ist meine Art zu sagen, dass es wichtiger ist, über KI zu sprechen und mit ihr ins Reine zu kommen, als ihre Entwicklung zu beschleunigen.